Nicht nur kurzzeitige starke UV-Belastung, die zu einem Sonnenbrand führt, ist schädlich, sondern auch die Gesamtdosis an Sonnenstunden, die man im Laufe des Lebens erreicht. Insbesondere Sonnenbäder stellen eine extreme Belastung für die Haut dar. Sie führen zu Sonnenbrand, Sonnenallergien (Kennzeichen: starker Juckreiz, Ausschlag und rote Flecken) bis hin zu irreparablen Langzeitschäden. Eine vorzeitige Alterung der Haut stellt dabei noch das geringste Problem dar. Viel gravierender ist die Gefahr, an Hautkrebs zu erkranken. Je mehr Sonnenbrände man im Laufe seines Lebens hatte, desto größer ist das Risiko, an einem „schwarzen“ Hautkrebs zu erkranken. Besonders gefährlich für die Haut ist ein stark ausgeprägter Wechsel zwischen wenig und sehr viel Sonneneinstrahlung. Diese extrem wechselnde Sonnenexposition (wenig Sonne in den Wintermonaten – ausgiebige Sonnenbäder im Hochsommer) kann für die Entwicklung eines Melanoms verantwortlich sein.
Das Sonnenbrandrisiko ist nicht bei allen Menschen gleich hoch, sondern hängt entscheidend vom Hauttyp ab und der daraus resultierenden Eigenschutzzeit der Haut. Hierunter versteht man die Zeit, in der man sich ungeschützt der Sonne aussetzen kann, bis eine Rötung der Haut auftritt. Erwachsene mit dunkler Haut reagieren meist unempfindlicher auf intensive Sonnenbestrahlung als Hellhäutige und Kinder.
Hauttyp
- Rotblondes Haar, sehr heller Teint, Sommersprossen, immer Sonnenbrand, nie Bräunung, Eigenschutz 5-10 Minuten
- Blondes Haar, heller Teint, leicht Sonnenbrand, kaum Bräunung, Eigenschutz 10-20 Minuten
- Braunes Haar, mittlerer Teint, selten Sonnenbrand, gute Bräunung, Eigenschutz 20-30 Minuten
- Dunkelbraunes oder schwarzes Haar, dunkler Teint, nie Sonnenbrand, sehr gute Bräunung, Eigenschutz ca. 45 Minuten
So schützen Sie sich richtig
- Meiden Sie so gut Sie können die Sonne während der Mittagszeit zwischen 11.00 und 15.00 Uhr. Halten Sie sich während dieser Zeit vorwiegend im Schatten auf.
- Wenn Sie der Sonne – wie z.B. beim Baden – direkt ausgesetzt sind, aber auch im Schatten sollten Sie unbedingt Sonnenschutzpräparate mit einem hohen Lichtschutzfaktor (mindestens LSF 15-20) verwenden. Achten Sie darauf, dass das Präparat wasserfest ist und gegen UV-A- und UV-B-Strahlen wirkt! Sie sollten in jedem Fall mindestens 30 Minuten vor der Sonneneinstrahlung die Creme dick auftragen und öfters nachcremen. Verwenden Sie keine bereits geöffneten Restpräparate vom Vorjahr, diese verlieren nach ein paar Monaten deutlich an Wirksamkeit!
- Sonnenschutz ist besonders wichtig für die kindliche Haut. Die starke Zunahme von Hautkrebs in unserer heutigen Zeit ist vermutlich zu einem großen Teil auf Sonnebrände im Kindes- und Jugendalter zurückzuführen.
- Säuglinge sollten nie der prallen Sonne ausgesetzt werden. Bei Kindern nur wasserfeste Lichtschutzpräparate verwenden. Kinder- und Sonnenempfindliche benötigen mehr Schutz (Lichtschutzfaktor 25 -30)!
Vermeiden Sie so gut es geht zusätzliche UV-Bestrahlung! Verzichten Sie möglichst auf den Besuch EINES Solariums!
